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MeVis Investor News 1/2008

Halbjahresfinanzbericht 2008

MeVis Medical Solutions schließt erstes Halbjahr 2008 erfolgreich ab:

Umsatz um 31 Prozent auf 5,5 Mio. Euro gesteigert

  • Ausbau des Produkt-Portfolios planmäßig fortgesetzt
  • EBIT-Marge von 18 Prozent spiegelt hohe Wachstumsaufwendungen wider
  • Markteinführung neuer Produkte im zweiten Halbjahr 2008

Konzern-Kennzahlen (IFRS)

Angaben in T €H1/2008H1/2007Veränderung
in Prozent
Umsatzerlöse5.4734.16931,3%
EBIT1.0061.751- 42,5%
EBIT-Marge18,4%42,0%-
Finanzergebnis505-311.729,0%
EBT1.5111.720- 12,2%
Konzernergebnis9198923,0%
Ergebnis je Aktie in €0,671,65- 59,4%

30.06.2008

31.12.2007
Eigenkapital30.09530.769- 2,2%
Immaterielle Vermögenswerte7.3911.388432,5%
"Nach der Equity-Methode bilanzierte Anteile
an assoziierten Unternehmen"

0

34

-
Aktive latente Steuern7491.079- 30,6%
Verbindlichkeiten6.7514.80640,5%
Bilanzsumme36.84735.5753,6%
Eigenkapitalquote in %81,7%86,5%-
"Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente"22.60528.471- 20,6%
Mitarbeiter16911349,6%

Bremen, 27. August 2008 – Das erste Halbjahr 2008 stand bei der MeVis Medical Solutions AG [ISIN: DE000A0LBFE4] ganz im Zeichen des Wachstums: Noch in diesem Jahr sollen mindestens zwei neue Produkte auf den Markt kommen, weitere folgen 2009 und 2010.

Um die Erweiterung des Produktportfolios realisieren zu können, hat der Software-Spezialist für die bildbasierte Medizintechnik seinen Personalbestand kräftig ausgebaut. Zum 30. Juni 2008 betrug die Mitarbeiterzahl auf konsolidierter Basis 169 (Vorjahreszeitraum: 83 Mitarbeiter). Der Umsatz stieg im Berichtszeitraum um 31 Prozent auf 5,5 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 4,2 Mio. Euro).

Lizenzabsatz im Segment Digitale Mammographie steigt um 67%

„Es ist uns gelungen, an das erfolgreiche erste Quartal 2008 anzuschließen“, sagt Dr. Carl J.G. Evertsz, Vorstandsvorsitzender der MeVis Medical Solutions. „Wir haben unseren Lizenzabsatz im Bereich Digitale Mammographie um 67 Prozent gesteigert und damit erneut unsere starke Marktposition als weltweit führender, unabhängiger Softwareanbieter für die bildbasierte Früherkennung und Diagnostik von Brustkrebs unter Beweis gestellt.“ Das Joint Venture mit Siemens, die MeVis BreastCare GmbH & Co. KG, trug mit 3,4 Mio. Euro zum konsolidierten Segmentumsatz bei (Vorjahreszeitraum: 2,8 Mio. Euro). Das Segment Digitale Mammographie bleibt damit Hauptumsatzträger des MeVis Medical Solutions AG-Konzerns (62 Prozent Umsatzanteil).

Starkes Wachstum verzeichnete die Gesellschaft ebenfalls im Segment Sonstige Befundung. Hier legte der Umsatz um 59 Prozent auf 2,1 Mio. Euro zu (Vorjahreszeitraum: 1,3 Mio. Euro). Diese Entwicklung wurde auch durch eine Korrektur der im vierten Quartal 2007 vom OEM-Partner Invivo geänderten Abrechnungsmodalitäten begünstigt, die damals zu unerwarteten negativen Einmaleffekten geführt hatten. Gleichzeitig wurde das Segmentergebnis in Höhe von 0,1 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 0,4 Mio. Euro) durch die hohen Aufwendungen für den Ausbau des Produktportfolios belastet.

Aufgrund der engen Zusammenarbeit mit den amerikanischen OEM-Partnern Hologic und Invivo entfielen über 80 Prozent des Gesamt-Umsatzes auf den US-Markt.

Profitables Wachstum trotz hoher Aufwendungen

Das Konzern-EBIT belief sich im ersten Halbjahr 2008 auf eine Mio. Euro (Vorjahres-zeitraum: 1,8 Mio. Euro). Die EBIT-Marge lag bei 18 Prozent (Vorjahreszeitraum: 42 Prozent) und der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit bei 0,7 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 0,9 Mio. Euro). „Wir freuen uns, dass es uns gelungen ist, unsere Entwicklungsaktivitäten wie geplant auszuweiten, und trotz der hohen Aufwendungen weiter profitabel zu wachsen“, sagt Dr. Olaf Sieker, Finanzvorstand der MeVis Medical Solutions. „Unsere aktuelle EBIT-Marge ist auf Konzernebene noch stark von den Investitionen in die neuen Produkte gekennzeichnet. Mittelfristig planen wir aber auch für diese Produkte EBIT-Margen von 40 bis 50 Prozent, wie wir sie bei unseren bereits am Markt etablierten Produkten erzielen.“

Mit dem Ausbau des Produkt-Portfolios und der damit verbundenen weiteren Erhöhung der Mitarbeiteranzahl stieg der nicht aktivierte Personalaufwand im Berichtszeitraum um 0,7 Mio. Euro auf 2,3 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 1,6 Mio. Euro). Die Aktivierung von Entwicklungsaufwendungen erfolgt seit Beginn des Geschäftsjahres 2008. Die betreffenden Aufwendungen belaufen sich auf 1 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 0 Euro).

Darüber hinaus erhöhten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gegenüber dem ersten Halbjahr 2007 um 1,4 Mio. Euro auf 2,0 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 0,6 Mio. Euro). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf erhöhte Rechts- und Beratungskosten im Zusammenhang mit den Folgekosten des Börsenganges und auf gestiegene Mietaufwendungen aufgrund der Geschäftsausweitung zurückzuführen.

Das Finanzergebnis stieg im ersten Halbjahr 2008 deutlich auf 0,5 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: minus 0,03 Mio. Euro). Dies ist im Wesentlichen auf den Mittelzufluss aus dem Börsengang zurückzuführen. Dadurch konnte das Konzernergebnis nach Steuern in Höhe von 0,9 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum stabil gehalten werden. Das entspricht einem Ergebnis je Aktie von 0,67 Euro (Vorjahreszeitraum: 1,65 Euro). Zum 30. Juni 2008 verfügte die Gesellschaft über liquide Mittel in Höhe von insgesamt 22,6 Mio. Euro.

Zum Ende des ersten Halbjahres hat MeVis Medical Solutions ihre 25,1-prozentige Beteiligung an der MeVis Research GmbH an die Freie Hansestadt Bremen zurückgegeben. Die Gesellschaft ebnete damit den Weg für die zum Jahreswechsel geplante Umwandlung der gemeinnützigen Forschungseinrichtung in ein Fraunhofer Institut. Damit verbunden sind eine deutliche Ausweitung der Forschungskapazitäten am Standort Bremen und eine erhebliche inhaltliche Verbreiterung der Research-Basis. Evertsz: „Diese Entwicklung ist für die Erweiterung unseres Produktportfolios von großer Bedeutung. Wir wollen auch in Zukunft unserem Anspruch auf Innovationsführerschaft bei krankheitsorientierten Software-Lösungen gerecht werden.“

Die Markteinführung der im April dieses Jahres von Hologic erworbenen Lungen-CT Software zur Diagnose von Lungenkrebs und automatischen Erkennung von Lungenknoten unter eigenem Markennamen steht unmittelbar bevor und wird von der Gesellschaft sukzessive um weitere Funktionalitäten ergänzt. Sieker: „Erste Erlöse aus dem Verkauf der Lungen-CT Software erwarten wir bereits im dritten Quartal 2008.“ Voraussichtlich noch im vierten Quartal dieses Jahres plant MeVis Medical Solutions, eine neue Software-Lösung im Bereich der Neurologie (Hirnchirurgie) einzuführen.

Der vollständige Halbjahresbericht 2008 steht auf unserer Internetseite als pdf-Datei bereit.

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Dr. Kai Holtmann
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