

1995 von Professor Dr. Heinz-Otto Peitgen gegründet, der an der Universität Bremen Mathematik lehrt, hat sich das gemeinnützige Center for Medical Image Computing (MeVis Research) längst auch international einen Namen gemacht. Mit dem Mathematiker Dr. Volker Dicken wird am Mittwoch, den 23.05.07, ein MeVis-Mitarbeiter im Bremer Rathaus mit dem Förderpreis der Peter Franz Neelmeyer-Stiftung ausgezeichnet. Diese fördert besondere wissenschaftliche Leistungen im Land Bremen. Dicken, so die Stiftung, erhalte den Preis für seine richtungweisende Arbeit auf dem Gebiet der Tumorforschung. Der Mathematiker hat Methoden entwickelt, die helfen, die Veränderungen der Tumorgröße während einer Krebstherapie zu beurteilen. Nach Darstellung Peitgens wird die Wahrscheinlichkeit von Irrtümern bei der Einschätzung des Behandlungserfolgs dadurch deutlich verringert.Um zu beurteilen, ob ein krebskranker Mensch auf eine Chemotherapie anspricht, greifen Ärzte häufig auf Computertomogramme zurück. Der Vergleich der Bilder mit früheren Aufnahmen zeige, so Peitgen, wie sich zum Beispiel eine Tochtergeschwulst, eine so genannte Metastase, verändert habe. Nicht zuletzt wegen der oftmals nicht eindeutig erkennbaren Ränder gebe es jedoch Messungenauigkeiten. Dicken und seine Kollegen haben deshalb eine Software entwickelt, die Ärzten die Möglichkeit eröffnet, das Volumen solcher Herde dreidimensional zu bestimmen.